Wann kommt die Mietspiegelreform?

Mietspiegel gewinnen immens an Bedeutung, weil die Entwicklung der Mieten besonders in den Großstädten an Höchstgrenzen stößt. Auch gut situierte Haushalte verdienen nicht mehr überall genug, um eine angemessene Wohnung bezahlen zu können. Doch auch bei uns im Sauerland dient der Mietspiegel als Grundlage für die Gestaltung zahlreicher Mietverträge.

Der Mietspiegel eignet sich in seiner jetzigen Form jedoch nicht als Maßstab und Instrument – beispielsweise bei Mieterhöhungsverlangen, um gesetzliche Regeln umzusetzen.

Der Deutsche Städtetag, der Verband Deutscher Städtestatistiker (VDSt) und die gif Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung begrüßen daher das geplante Mietspiegelreformgesetz (MsRG).

Von besonderer Bedeutung sind die Regelungen für sogenannte qualifizierte Mietspiegel. Vor allem die geplante Auskunftspflicht der Mieter und Vermieter sowie die Klärung von datenschutzrechtlichen Fragen soll die Erstellung qualifizierter Mietspiegel erleichtern, die Qualität verbessern und gleichzeitig die Kosten senken.

Seit langem wird kritisiert, dass die Erstellung von Mietspiegeln nicht immer ausreichend objektiv erfolgt und zudem mitunter von politischen Maßgaben mit beeinflusst wird.

Ohne die Zusammenarbeit von Vertreterinnen und Vertretern der Mieter- und Vermieterseite geht es nicht, wenn statistisch zuverlässige Werte erhoben werden sollen. Die in der Vergangenheit gefundenen Kompromisslösungen widersprechen dem wissenschaftlichen Anspruch qualifizierter Mietspiegel und sind auch nicht mit ihrer Bedeutung im Mietrecht oder anderen Rechtsgebieten wie dem Sozial- oder Steuerrecht zu vereinbaren.

Derzeit fehlen gesetzlich geregelte Anforderungen an die Sachkunde der Mietspiegelersteller. Das entspricht nicht der Bedeutung qualifizierter Mietspiegel für breite Schichten der Bevölkerung. Die Qualität und damit Akzeptanz und Rechtssicherheit von Mietspiegeln lässt sich nur entscheidend verbessern, wenn Unabhängigkeit und Sachkunde von Beginn an sichergestellt sind.

Angesichts der Dringlichkeit und Wichtigkeit der angestrebten Reform können wir nur im Sinne von Mietern und Vermietern hoffen, dass die angestrebte Maßnahme kurzfristig umgesetzt wird.

Landflucht gestoppt?

Mehr Platz in den Städten – mehr Lebensqualität auf dem Land

Seit Jahren steigt der Druck auf die städtischen Wohnungsmärkte vor allem durch Zuzug in die Städte. Neben dem Neubau und der Verdichtung in den Kernstädten kann auch der Wohnungsbau im Umland zur Entspannung der Situation beitragen.

Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) hat untersucht, wie das Wohnen im Umland von Großstädten die städtischen Wohnungsmärkte entlasten kann. Ziel des Entlastungswohnungsbaus sind nicht so sehr Ein- und Zweifamilienhäuser, die Suburbanisierungsprozesse in Gang setzen. Stattdessen sollte der Wohnungsneubau dazu beitragen, lebendige Quartiere zu schaffen, die auch Vorteile für die bereits ansässige Bevölkerung erbringen.

Wann ist das Umland eine gute Alternative?

Der Neubau im Umland ist vor allem dann wohnungspolitisch und städtebaulich sinnvoll, wenn bei der Planung auch die Infrastrukturen der öffentlichen Daseinsvorsorge berücksichtigt werden, also Schulen, soziale Einrichtungen und Kulturangebote.

Außerdem sollte die Zunahme des motorisierten Individualverkehrs durch das Pendeln vermieden werden. Der knappe Raum im Straßenverkehr ist zudem ein dauerhaft aktuelles Thema. Autofahrer fordern mehr bezahlbare Parkplätze, Radfahrer mehr und vor allem uneingeschränkte Radwege. Fußgänger wünschen sich mehr Platz zum Flanieren. Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und anderer umweltverträglicher Verkehrsformen kann die stark beanspruchten Verkehrsnetze entlasten.

Einer aktuellen Studie des Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zufolge hat die Dichte neuer Stadtquartiere in den Städte zugenommen. Die meisten städtebaulichen Vorhaben wurden seit 1990 in großen und mittelgroßen Städten realisiert. In den letzten zehn Jahren haben neue Siedlungen am Stadtrand an Bedeutung gewonnen, besonders in Großstadtnähe.

Im Zuge der Coronapandemie entschließen sich immer mehr Menschen dazu, am Stadtrand oder auf dem Land wohnen zu wollen.

Wie ist die Lage im Sauerland?

Auch wir im Sauerland können eine verstärkte Nachfrage nach Häusern und Grundstücken verzeichnen, die aus dem städtischen Umland, insbesondere dem Ruhrgebiet, kommen. 
Die gute Infrastruktur und das angenehme Wohnumfeld sorgen auch hier vor Ort zu  einer starken Nachfrage und somit steigenden Preisen.

Trotz der schwierigen Situation auf dem Wohnungsmarkt, können wir immer wieder attraktive Immobilie anbieten, die häufig zuerst auf unsere Seite zu finden sind, bevor sie auf den großen Portalen veröffentlicht werden. 

Erneuerbare Energien mit mehr Anteil am Stromverbrauch

Der Stromverbrauch wird aufgrund der wachsenden Nachfrage im Bereich der Elektromobilität und durch die größere Verbreitung von Wärmepumpen in Zukunft deutlich steigen. An erneuerbarer Energie im Gebäudebereich geht daher kein Weg vorbei.

Hoher Anteil erneuerbarer Energien

Trotz ungünstiger Wetterbedingungen wurden im ersten Quartal dieses Jahres 40 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien gedeckt. Das zeigen Berechnungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).
Im Gesamtjahr 2020 hatten die erneuerbaren Energien einen Anteil von bereits 46 Prozent am Stromverbrauch. Zu Jahresbeginn 2020, der extrem windreich war, stammten sogar rund 52 Prozent des Stromverbrauchs aus Erneuerbaren Energien.

Weiteres Umdenken erforderlich

Diese vielversprechenden Entwicklungen können aber nicht darüber hinweg täuschen, dass deutliche Verbesserungen auch in anderen Gebieten der erneuerbaren Energien notwendig sind. Für eine erfolgreiche Energiewende seien auch mehr Wasserkraft, Holzenergie, Biogas und Geothermie erforderlich. Darauf weist die Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg hin. Diese erneuerbaren Energien werden auch deshalb gebraucht, weil ihre Energieerzeugung wetterunabhängig ist und keinen großen Schwankungen unterliegt.

Steuervorteile für Wohnungsunternehmen

Der Gebäudesektor spielt im Zuge der Energiewende eine wichtige Rolle. Daher hat sich die Bundesregierung auf eine neue Regelung verständigt: Wenn Wohnungsunternehmen zukünftig Strom aus erneuerbaren Energien an ihre Mieter liefern, beispielsweise über Ladestationen für Elektroautos, unterliegen die Einnahmen daraus nicht der Gewerbesteuer. Wohnungsunternehmen dürfen aus der Stromlieferung Einnahmen von bis zu zehn Prozent der Einnahmen aus der Wohnungsverwaltung erzielen, ohne dass ihre Mieterträge gewerbesteuerpflichtig werden. Zusätzlich fördert der Staat mit verschiedenen Programmen die Nutzung erneuerbarer Energie

Gute Gründe, die eigene Immobilie jetzt zu verkaufen!

Die Wohnbedürfnisse ändern sich von Lebensabschnitt zu -Lebensabschnitt. Wenn sich die Wohnung oder das Haus aber nicht mit verändern lassen, stehen wichtige Entscheidungen an. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt, die alte Immobilie zu verkaufen und den Umzug vorzubereiten?

Ca. die Hälfte aller Immobilieneigentümer die ihre vier Wände verkaufen wollen, zögern wegen der Pandemie noch. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Studie. Dabei sind die Chancen, einen hohen Verkaufspreis zu erzielen, derzeit überaus gut.

Gut jeder vierte Immobilien­besitzer bzw. Immobilienbesitzerin plant, seine/ihre Immobilie zu verkaufen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Der größte Anteil, knapp ein Drittel, möchte die günstige Lage auf dem Immobilienmarkt ausnutzen und mit dem Verkauf einen finanziellen Gewinn realisieren.

Jeder Sechste möchte sich von seinem Wohn­eigentum trennen, weil es nicht mehr zu seiner Lebens­situation passt. Davon 17 Prozent, weil es zu groß ist, und 16 Prozent, weil es nicht barrierefrei ist.

Die Corona-Pandemie verunsichert jedoch viele Verkaufswillige. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach Wohneigentum in vielen Regionen, wie auch bei uns im Sauerland, sehr groß. Die Marktlage ist derzeit also aus­gesprochen günstig – möglicherweise gerade wegen der Pandemie.

Vorteile eines Maklers

Mit der Unterstützung eines erfahrenen Spezialisten aus unserem Haus lässt sich der Verkauf trotz Corona-Einschränkungen gefahrlos umsetzen. Häufig befinden sich geeignete Kaufinteressenten bereits in der Vormerkliste. So sind im vergangenen Jahr sicherlich über die Hälfte aller Verkäufe an vorgemerkte Kundinnen und Kunden erfolgt.

Überdies bieten moderne Techniken vom Internet-Video über 360°-Ansichten bis hin zu Drohnenbildern beste Voraussetzungen dafür, Ihr Objekt von der besten Seite zu zeigen. Gern stellen wir Ihnen die einzelnen Möglichkeiten vor und erläutern Ihnen die Vorteile und Nachteile speziell für Ihre Immobilie und die anzusprechende Zielgruppe.

Unnötige Vorortbesichtigungen können vermieden werden und die Zahl der Besucherinnen und Besucher wird auf die wirklich interessierten beschränkt. Die gut ausgewählten Interessenten haben sich im besten Fall bereits vor der realen Besichtigung am eigenen Computer, Tablet oder Smartphone einen umfassenden Eindruck verschafft.

Sprechen Sie uns an und überzeugen Sie sich von den Vorteilen, die wir Ihnen als Makler, mit der Bank im Rücken, bieten können.

Hier können Sie unverbindlich Ihre Immobiliendaten eingeben und einen Marktwert Ihrer Immobilie ermitteln lassen.

Neues Wohnungseigentümergesetz, neue Möglichkeiten

Die Reform des Wohnungseigentumsgesetz (WEG) trat am 1. Dezember 2020 in Kraft. Die neuen Regelungen erleichtern Modernisierungen von gemeinschaftlichem Eigentum, geben Verwaltern mehr Befugnisse und Eigentümern mehr Kontrolle.

Die Novellierung des Gesetzes wurde von Verbänden und Organisationen lange erwartet. Die alten Regelungen aus dem Jahr 1951 und die letzten Anpassungen aus dem Jahr 2007 waren längst überholt. Mit dem neuen Gesetz sollen Umbauten und Modernisierungen gefördert werden, etwa im Bereich Barrierefreiheit und energetische Sanierung. Die Eigentümer der rund zehn Millionen Eigentumswohnungen in Deutschland können jetzt beispielsweise ohne Zustimmung der Miteigentümer den Einbau einer Ladesäule für Elektroautos veranlassen. In diesem Fall müssen sie die Kosten selbst tragen. Die Kosten von Baumaßnahmen tragen nur dann alle gemeinsam, wenn zwei Drittel der Eigentümer und 50 Prozent der Miteigentumsanteilsbesitzer einer Maßnahme zugestimmt haben.

Die Novellierung des Gesetzes stärkt den Verwaltungsbeirat als Kontrollorgan, das den Verwalter überwacht. Beiräte bekommen mehr Verantwortung und Eigentümer haben jetzt das Recht, den Verwalter auch ohne wichtigen Grund abzuberufen. Im Gegenzug erhalten Hausverwalter mehr Kompetenzen und können kleinere Arbeiten eigenverantwortlich in Auftrag geben.

Beschlussfassungen werden in Zukunft einfacher. In Coronazeiten ist überdies eine Abstimmung auch per Video und unabhängig von der Zahl der Anwesenden möglich. Seit Ausbruch der Coronapandemie vor rund einem Jahr sind jedoch zahlreiche Eigentümerversammlungen ausgefallen. Die Notfallgesetzgebung bietet zwar Lösungen für Wirtschaftspläne und Verwalterbestellungen, aber dringende Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen bleiben auf der Strecke, meldet der Verband der Immobilienverwalter Deutschland (VDIV). Daher sei während der Krise noch mehr Flexibilität notwendig.

Bei weiteren Fragen stehen Ihnen unsere kompetenten Mitarbeiter der Hausverwaltung gern zur Verfügung.

Wohnfläche: Das große neue Bedürfnis nach mehr Platz

Haben Sie sich in den vergangenen Monaten manchmal mehr Platz gewünscht? Platz für Ihr Hobby, Platz zum Rückzug, Platz für die Kinder drinnen und draußen, Platz um Arbeiten? Wie viel Platz andere zum Wohnen haben, hat eine aktuelle Studie untersucht.

Rein statistisch haben die Deutschen im Laufe der Jahre immer mehr Platz zum Wohnen gehabt. Wie viel Platz Einzelnen und besonderen Gruppen zur Verfügung steht, ist aber sehr unterschiedlich. Beispielsweise beanspruchen Menschen mit Migrationshintergrund viel weniger Platz als andere. Eine interaktive Grafik des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, wer wie viel Platz zum Wohnen hat: .

Die Berechnung zieht Daten des Sozio-oekonomischen Panels heran. Daraus ergibt sich, dass der Anteil der Einpersonenhaushalte zwischen 1990 und 2018 von 34 Prozent auf 42 Prozent gestiegen ist. Die Veränderung der Gesellschaftsstruktur aber auch Zuwanderung, Demografie und Wanderungsbewegungen mit dem Trend in die großen Städte haben den Platzbedarf verändert. Zuletzt war es die Coronapandemie, die neue Anforderungen an den Platz in der Wohnung stellte.

Wer in Deutschland über mehr als 41 Quadratmeter Wohnfläche pro Kopf verfügt, zählt zu den oberen 50 Prozent derjenigen mit viel Platz. Ab 83 Quadratmeter pro Kopf gehört man zu den oberen zehn Prozent. Die mittlere Wohnungsgröße liegt bei 100 Quadratmetern. Der Unterschied zwischen Eigentümern und Mietern ist groß: Eigentümer verfügen im Schnitt über 125 Quadratmeter große Wohnungen, Mieter haben dagegen nur 75 Quadratmetern zur Verfügung.

Am meisten Platz haben ältere Menschen. Jedem Rentner stehen durchschnittlich 60 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Das mag daran liegen, dass Eltern nach dem Auszug der Kinder die Wohnung nicht gewechselt haben.

Welche Versicherungen wirklich wichtig sind

Privathaushalte geben Jahr für Jahr 1.500 Euro für Versicherungen aus. Spätestens wenn die Beiträge fällig werden, sollten die Policen überprüft werden: Welche Versicherung wird wirklich gebraucht, passt der Vertrag noch zu den Lebensumständen, wie sieht der Vertrag im Vergleich zu anderen Anbietern aus.

Wie viel ein Haushalt für Versicherungen ausgibt, geht aus den Ergebnissen der Laufenden Wirtschaftsrechnungen (LWR) hervor. Danach haben Privathaushalte im Jahr 2019 durchschnittlich rund 1.500 Euro für Versicherungen ausgegeben, teilt das Statistische Bundesamt mit. Im Jahr 2009 waren es noch 1.020 Euro. Die Beiträge an Versicherungen machten im Jahr 2019 durchschnittlich 3,4 Prozent der verfügbaren Einkommen aus. 2009 lag der Anteil noch bei 2,9 Prozent. Die Höhe der Versicherungsbeiträge hängt stark von den Einkommensverhältnissen ab. Haushalte mit höheren Einkommen geben fast viermal so viel für Versicherungen aus.

Einige Versicherungen sind unverzichtbar. Dazu gehört die Privathaftpflichtversicherung für Mieter und Eigentümer. Sie übernimmt Schäden, die der Versicherte oder ein Familienmitglied einem Dritten fahrlässig zugefügt hat, und wehrt unberechtigte Ansprüche ab.

Immobilieneigentümer kommen überdies um die Wohngebäudeversicherung nicht herum. Sie tritt ein bei Feuer, Leitungswasserschäden, Sturm und Hagel sowie Naturgefahren wie Starkregen oder Überschwemmung. Welche Angebote empfehlenswert sind, hat die Zeitschrift Finanztest unter 70 Wohngebäudeversicherern getestet. 68 von 178 Tarifen waren sehr gut, vor allem Premiumtarife mit erweiterten Leistungen. Viele Verträge für Wohngebäudeversicherungen haben aber auch große Lücken. 79 Tarife sind wegen des eingeschränkten Versicherungsschutzes bei grober Fahrlässigkeit sogar mangelhaft.

Eigentümer sollten daher ihre Verträge dringend prüfen oder noch besser von einem Profi prüfen lassen. Die BVA, die Versicherungsgesellschaft der Volksbank Sauerland, bietet einen kostenlosen Versicherungscheck an. 

Coronazeit: Aktuelle Regelungen zu Miete, Pacht und Wohneigentum

Aktuell:

Die Bundesregierung hat Anordnungen getroffen, welche die Folgen und Auswirkungen der Coronapandemie für Mieter und Pächter sowie für Wohnungseigentümer abmildern sollen.

Für Mieter und Pächter gilt, dass Zahlungsrückstände aus der Zeit zwischen dem 1. April und dem 30. Juni 2020 den Vermieter nicht zur Kündigung berechtigen. Diese Einschränkung gilt für die Dauer von 24 Monaten und nur für solche Fälle, in denen die Rückstände auf den Auswirkungen der Coronapandemie beruhen. Sind die Zahlungsrückstände auch nach dem 30. Juni 2022 noch nicht beglichen, kann dem Mieter oder Pächter wieder gekündigt werden. Für den zweiten Lockdown gibt es noch keine Regelungen. Es habe sich gezeigt, dass Mieter und Vermieter in vielen Fällen eine Regelung auf privater Basis finden konnten.

Im Miet- und Pachtrecht wurde im Dezember 2020 ein neues Gesetz beschlossen, das Regelungen zugunsten derjenigen beinhaltet, die für ihren Betrieb Grundstücke oder Geschäftsräume gemietet oder gepachtet haben und diese aufgrund von staatlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr nutzen können. Darin wird erklärt, dass die Regelung zur Störung der Geschäftsgrundlage nach § 313 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) grundsätzlich anwendbar ist. Diese Regelung stärkt die Position der Gewerbemieterinnen und -mieter. Die Regelung betrifft auch Pachtverhältnisse.

Aufgrund der Coronapandemie sind Eigentümerversammlungen vielfach nicht möglich. Damit Wohnungseigentümergemeinschaften handlungsfähig bleiben, gilt bis Ende 2021, dass im Falle des Auslaufens der Verwalterbestellung, der zuletzt bestellte Verwalter im Amt bleibt. Weiterhin gilt, dass der zuletzt beschlossene Wirtschaftsplan bis zum Beschluss eines neuen Wirtschaftsplans fortgilt. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Website des Bundesjustizministeriums.

Energieausweis: Neue Anforderungen und Regeln für die Erstellung und Verwendung

Nach dem Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) am ersten November vorigen Jahres müssen Immobilieneigentümer neue Regeln für den Energieausweis beachten.

Nach wie vor wird zwischen Verbrauchs- und Bedarfsausweis unterschieden. Auch die Gültigkeit der Ausweise von zehn Jahren gilt weiterhin. Eigentümer von Wohngebäuden und gewerblich genutzten Gebäuden müssen den Energieverbrauch des Gebäudes wie bisher bei der Vermietung, Verpachtung oder dem Verkauf mit einem Energieausweis nachweisen. Das gilt ab sofort auch für Maklerinnen und Makler.

Zukünftig kann jedoch die Objektbegehung bei der Erstellung des Ausweises vermieden werden kann. Immobilieneigentümer können stattdessen jetzt auch Fotos zur Verfügung stellen, die den Aussteller des Ausweises in die Lage versetzen, die energetischen Eigenschaften des Gebäudes zu erkennen. Das können beispielsweise Fotos von der Fassade, des Daches, der Fenster, der obersten Geschossdecke, der Kellerdecke und der Heizungsanlage sein.

Um die Aussagekraft des Energieausweise zu erhöhen, sind künftig weiterführende Angaben zur Art des Energieträgers für die Wärmeerzeugung zu machen, mit denen die CO2-Emissionen ermittelt werden können. Empfehlungen zur Verbesserung der Energieeffizienz des Gebäudes sollen Eigentümer dazu motivieren, die Klimabilanz ihres Gebäudes zu verbessern.

Für den neuen Energieausweis sind jetzt auch prüfpflichtige Klima- und Lüftungsanlagen relevant. Dazu gehören Anlagen mit einer Nennleistung von mehr als 12 kW zur Kühlung. Von der Prüfpflicht ausgenommen sind Klimaanlagen, die die Effizienz mit einer kontinuierlichen elektronischen Überwachung messen und automatisiert informieren, wenn die Effizienz sinkt.

Es gibt eine Übergangsfrist: Aussteller dürfen Energieausweise noch bis zum 1. Mai 2021 nach den bisherigen Vorschriften erstellen.

Was sich jedoch nicht ändert: Wenn Sie einen Energieausweis für Ihr Gebäude benötigen, können Sie sich gern an uns wenden. Für 199,- € erstellen wir Ihnen einen bedarfsorientierten Energiepass für Ihr Wohngebäude. 
Weitere Infos zum Energieausweis erhalten Sie hier.

2021: Das ändert sich im neuen Jahr für Mieter und Eigentümer

Auch dieses Jahr beginnt mit vielen Änderungen. Bereits Ende vergangenen Jahres traten viele Gesetze in Kraft, die für Immobilieneigentümer und Mieter direkt Bedeutung haben. Hinzu kommen Änderungen, die sich indirekt auswirken.

Ab Januar 2021 entfällt für rund 90 Prozent der Arbeitnehmer der Solidaritätszuschlag, für 6,5 Prozent der Arbeitnehmer wird er reduziert. Der Beitrag wurde seit 1991 für den Ost-Aufbau verwendet.

Ebenfalls ab Januar 2021 gilt wieder der reguläre Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent für die meisten Güter und von sieben Prozent für Waren des täglichen Bedarfs. Die Reduzierung wegen der Corona-Pandemie läuft aus.

Die Grundrente wird ohne Bedürftigkeitsprüfung eingeführt. Rund 1,3 Millionen Rentner haben Anspruch auf den Zuschlag.

Der Mindestlohn steigt ab Januar auf 9,50 Euro pro Stunde, ab Juli auf 9,60 Euro. Der Mindestlohn von Azubis steigt im ersten Ausbildungsjahr von 515 Euro auf mindestens 550 Euro.

Soziale Leistungen: Die Hartz-IV-Regelsätze steigen leicht. Der steuerliche Entlastungsbetrag für Alleinerziehende wurde wegen der Corona-Pandemie erhöht und beträgt 2021 weiterhin 4.008 Euro. Das Wohngeld wird als Ausgleich für die höheren Kosten bei Benzin, Heizöl und Gas geringfügig erhöht.

Die Pendlerpauschale wird erhöht: Ab dem 21. Kilometer können 35 Cent pro Kilometer für den einfachen Weg zur Arbeit unabhängig von der Art des Fortbewegungsmittels von der Steuer abgesetzt werden. Für die ersten 20 Kilometer bleibt es bei 30 Cent.

Die Wohnungsbauprämie steigt. Der Staat zahlt statt 8,8 Prozent dann 10 Prozent Zulage.

Bereits seit 2020 gelten das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG), das neue Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser, das Gesetz zur Mobilisierung von Bauland, die Verlängerung des Förderzeitraumes für Baukindergeld und das Wohnungseigentumsgesetz.