Erneuerbare Energien mit mehr Anteil am Stromverbrauch

Der Stromverbrauch wird aufgrund der wachsenden Nachfrage im Bereich der Elektromobilität und durch die größere Verbreitung von Wärmepumpen in Zukunft deutlich steigen. An erneuerbarer Energie im Gebäudebereich geht daher kein Weg vorbei.

Hoher Anteil erneuerbarer Energien

Trotz ungünstiger Wetterbedingungen wurden im ersten Quartal dieses Jahres 40 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien gedeckt. Das zeigen Berechnungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).
Im Gesamtjahr 2020 hatten die erneuerbaren Energien einen Anteil von bereits 46 Prozent am Stromverbrauch. Zu Jahresbeginn 2020, der extrem windreich war, stammten sogar rund 52 Prozent des Stromverbrauchs aus Erneuerbaren Energien.

Weiteres Umdenken erforderlich

Diese vielversprechenden Entwicklungen können aber nicht darüber hinweg täuschen, dass deutliche Verbesserungen auch in anderen Gebieten der erneuerbaren Energien notwendig sind. Für eine erfolgreiche Energiewende seien auch mehr Wasserkraft, Holzenergie, Biogas und Geothermie erforderlich. Darauf weist die Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg hin. Diese erneuerbaren Energien werden auch deshalb gebraucht, weil ihre Energieerzeugung wetterunabhängig ist und keinen großen Schwankungen unterliegt.

Steuervorteile für Wohnungsunternehmen

Der Gebäudesektor spielt im Zuge der Energiewende eine wichtige Rolle. Daher hat sich die Bundesregierung auf eine neue Regelung verständigt: Wenn Wohnungsunternehmen zukünftig Strom aus erneuerbaren Energien an ihre Mieter liefern, beispielsweise über Ladestationen für Elektroautos, unterliegen die Einnahmen daraus nicht der Gewerbesteuer. Wohnungsunternehmen dürfen aus der Stromlieferung Einnahmen von bis zu zehn Prozent der Einnahmen aus der Wohnungsverwaltung erzielen, ohne dass ihre Mieterträge gewerbesteuerpflichtig werden. Zusätzlich fördert der Staat mit verschiedenen Programmen die Nutzung erneuerbarer Energie

Coronazeit: Aktuelle Regelungen zu Miete, Pacht und Wohneigentum

Aktuell:

Die Bundesregierung hat Anordnungen getroffen, welche die Folgen und Auswirkungen der Coronapandemie für Mieter und Pächter sowie für Wohnungseigentümer abmildern sollen.

Für Mieter und Pächter gilt, dass Zahlungsrückstände aus der Zeit zwischen dem 1. April und dem 30. Juni 2020 den Vermieter nicht zur Kündigung berechtigen. Diese Einschränkung gilt für die Dauer von 24 Monaten und nur für solche Fälle, in denen die Rückstände auf den Auswirkungen der Coronapandemie beruhen. Sind die Zahlungsrückstände auch nach dem 30. Juni 2022 noch nicht beglichen, kann dem Mieter oder Pächter wieder gekündigt werden. Für den zweiten Lockdown gibt es noch keine Regelungen. Es habe sich gezeigt, dass Mieter und Vermieter in vielen Fällen eine Regelung auf privater Basis finden konnten.

Im Miet- und Pachtrecht wurde im Dezember 2020 ein neues Gesetz beschlossen, das Regelungen zugunsten derjenigen beinhaltet, die für ihren Betrieb Grundstücke oder Geschäftsräume gemietet oder gepachtet haben und diese aufgrund von staatlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr nutzen können. Darin wird erklärt, dass die Regelung zur Störung der Geschäftsgrundlage nach § 313 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) grundsätzlich anwendbar ist. Diese Regelung stärkt die Position der Gewerbemieterinnen und -mieter. Die Regelung betrifft auch Pachtverhältnisse.

Aufgrund der Coronapandemie sind Eigentümerversammlungen vielfach nicht möglich. Damit Wohnungseigentümergemeinschaften handlungsfähig bleiben, gilt bis Ende 2021, dass im Falle des Auslaufens der Verwalterbestellung, der zuletzt bestellte Verwalter im Amt bleibt. Weiterhin gilt, dass der zuletzt beschlossene Wirtschaftsplan bis zum Beschluss eines neuen Wirtschaftsplans fortgilt. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Website des Bundesjustizministeriums.

2021: Das ändert sich im neuen Jahr für Mieter und Eigentümer

Auch dieses Jahr beginnt mit vielen Änderungen. Bereits Ende vergangenen Jahres traten viele Gesetze in Kraft, die für Immobilieneigentümer und Mieter direkt Bedeutung haben. Hinzu kommen Änderungen, die sich indirekt auswirken.

Ab Januar 2021 entfällt für rund 90 Prozent der Arbeitnehmer der Solidaritätszuschlag, für 6,5 Prozent der Arbeitnehmer wird er reduziert. Der Beitrag wurde seit 1991 für den Ost-Aufbau verwendet.

Ebenfalls ab Januar 2021 gilt wieder der reguläre Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent für die meisten Güter und von sieben Prozent für Waren des täglichen Bedarfs. Die Reduzierung wegen der Corona-Pandemie läuft aus.

Die Grundrente wird ohne Bedürftigkeitsprüfung eingeführt. Rund 1,3 Millionen Rentner haben Anspruch auf den Zuschlag.

Der Mindestlohn steigt ab Januar auf 9,50 Euro pro Stunde, ab Juli auf 9,60 Euro. Der Mindestlohn von Azubis steigt im ersten Ausbildungsjahr von 515 Euro auf mindestens 550 Euro.

Soziale Leistungen: Die Hartz-IV-Regelsätze steigen leicht. Der steuerliche Entlastungsbetrag für Alleinerziehende wurde wegen der Corona-Pandemie erhöht und beträgt 2021 weiterhin 4.008 Euro. Das Wohngeld wird als Ausgleich für die höheren Kosten bei Benzin, Heizöl und Gas geringfügig erhöht.

Die Pendlerpauschale wird erhöht: Ab dem 21. Kilometer können 35 Cent pro Kilometer für den einfachen Weg zur Arbeit unabhängig von der Art des Fortbewegungsmittels von der Steuer abgesetzt werden. Für die ersten 20 Kilometer bleibt es bei 30 Cent.

Die Wohnungsbauprämie steigt. Der Staat zahlt statt 8,8 Prozent dann 10 Prozent Zulage.

Bereits seit 2020 gelten das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG), das neue Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser, das Gesetz zur Mobilisierung von Bauland, die Verlängerung des Förderzeitraumes für Baukindergeld und das Wohnungseigentumsgesetz.

Ab Weihnachten 2020: Maklerprovision wird hälftig geteilt

Ab 23. Dezember 2020 tritt das Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser in Kraft. Von diesem Zeitpunkt an zahlen Käuferinnen und Käufer von Wohnimmobilien nicht mehr als die Hälfte der Maklerprovision.

Das neue Gesetz regelt erstmals bundesweit, wie der Immobilienmakler bezahlt wird. Darüber war vorher lange gestritten worden, denn regional hatten sich verschiedene Provisionsmodelle etabliert. Vorübergehend war auch das schon bei der Vermittlung von Mietwohnungen eingeführte sogenannte Bestellerprinzip im Gespräch gewesen. Danach hätte derjenige, der den Makler beauftragt, die ganze Provision zahlen müssen.

Das ist nun anders gekommen. Eine Vereinbarung zur Übernahme der Maklerprovision ist zukünftig nur wirksam, wenn die Partei, die den Makler beauftragt hat, zur Zahlung der Provision mindestens in gleicher Höhe verpflichtet bleibt.

Die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Christine Lambrecht erklärt dazu: „Die (…) vom Bundestag beschlossene Reform der Maklerprovision beim Immobilienkauf wird die Nebenkosten beim Kauf von Wohneigentum spürbar senken. In Zukunft gilt: Die Abwälzung der gesamten Maklerkosten auf den Käufer ist unzulässig. (…) Durch die neuen Regeln erleichtern wir jungen Menschen und Familien die Bildung von Wohneigentum und den Aufbau einer zukunftsfesten Altersvorsorge.“

Sofern der Makler von beiden Parteien einen Auftrag erhält und deshalb sowohl die Interessen des Verkäufers als auch des Käufers wahrnimmt, kann er mit beiden Parteien eine Provision in gleicher Höhe vereinbaren können. Beide Parteien tragen dann im Ergebnis jeweils die Hälfte der gesamten Provision. Vereinbarungen über unterschiedliche Provisionshöhen können nicht wirksam geschlossen werden.

Diese, nun gesetzlich beschlossene Reglung, spiegelt nur das wider, was wir und viele andere Makler bereits seit Jahren praktizieren. Insbesondere in NRW ist die Provisionsteilung bereits seit vielen Jahren gang und gäbe. 

Neues Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Kraft: Das müssen Immobilieneigentümer und Bauherren wissen

Das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) gilt seit dem 1. November 2020. Es führt die Energieeinsparverordnung, das Energieeinspargesetz und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz zusammen und stimmt die Regeln zur Energieeffizienz und zur Nutzung von erneuerbaren Energien aufeinander ab. Hier finden Sie die wichtigsten Änderungen:

Ab sofort müssen Bauherrrn zum Heizen mindestens eine Form der erneuerbaren Energien zu nutzen. Das kann Energie aus Photovoltaik-, Solarwärme- und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen sein. Aber auch Fern- und Abwärme erfüllen diese Anforderung. Strom aus eigener Produktion kann angerechnet werden.

Ineffiziente Heizungen sind nicht mehr zulässig. Ab dem Jahr 2026 dürfen mit Heizöl oder Kohle betriebene Kessel nur ausnahmsweise betrieben werden. Kessel, die 30 Jahre oder älter sind, müssen außer Betrieb genommen werden.

Beim Kauf von Ein- und Zweifamilienhäusern und bei der Sanierung wird die kostenlose Energieberatung Pflicht. Unternehmen, die im Rahmen einer Sanierung ein Angebot abgeben, müssen im Angebot schriftlich auf die kostenfreie Pflicht zur Energieberatung hinweisen.

Ergänzende Vorschriften zu Energieausweisen: Auch Immobilienmakler unterliegen bei der Vermietung oder beim Verkauf eines Hauses nun der Pflicht, einen Energieausweis vorzulegen. Aussteller von Energieausweisen müssen passende Maßnahmen zur Modernisierung empfehlen. CO2-Emissionen müssen im Energieausweis genannt werden.

Die staatliche Förderung für erneuerbare Energien und effiziente Energienutzung sind nun gesetzlich verankert. Der Staat übernimmt bis zu 45 Prozent der Investitionen für klimafreundliche Heiztechnik oder Wärmedämmung. Alternativ können steuerliche Vergünstigen in Anspruch genommen werden.

Für Bauvorhaben, für die vor dem 1. November 2020 beantragt oder angezeigt wurden, gelten die neuen Regelungen nicht.

Neue Gesetze und Regelungen zum Jahreswechsel

Wie in jedem Jahr werden auch mit dem Jahresbeginn 2021 neue Gesetze und Regeln ihre Wirksamkeit entfalten. Wir haben die wichtigsten Neuerungen zusammengefasst:

Wer zahlt in Zukunft die Maklercourtage?

Neues Gesetz verabschiedet

Der Deutsche Bundestag hat das Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser beschlossen. Käuferinnen und Käufer von Wohnimmobilien zahlen zukünftig nicht mehr als die Hälfte der Maklerprovision.

Bisherige Regelung

In der Regel geht die Beauftragung eines Maklers beim Immobilienverkauf vom Verkäufer aus. Der Käufer hatte in der Praxis bisher kaum einen Einfluss auf die Art der Entlohnung der Maklertätigkeit. Er musste die Übernahme der anteiligen oder sogar der vollständigen Maklerprovision akzeptieren, wenn er nicht als Bewerber ausscheiden wollte. Das neue Gesetz soll Käufer einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses finanziell entlasten.

Maklergebühren werden künftig hälftig geteilt

Eine Vereinbarung zur Übernahme der Maklerprovision ist daher zukünftig nur wirksam, wenn die Partei, die den Makler beauftragt hat, zur Zahlung der Provision mindestens in gleicher Höhe verpflichtet bleibt. Die andere Partei soll ihren Anteil erst dann zahlen müssen, wenn der Auftraggeber seiner Zahlungspflicht nachgekommen ist.

Sofern der Makler von beiden Parteien einen Auftrag erhält und deshalb sowohl die Interessen des Verkäufers als auch des Käufers wahrnimmt, soll er nach dem Gesetzentwurf zukünftig mit beiden Parteien eine Provision nur in gleicher Höhe vereinbaren können. Beide Parteien tragen dann im Ergebnis jeweils die Hälfte der gesamten Provision. Vereinbarungen über unterschiedliche Provisionshöhen können in diesem Fall nicht wirksam geschlossen werden.

Weitere Neuerungen

Zudem soll ein Textformerfordernis für Maklerverträge über die Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser eingeführt werden. Ausreichend für den Abschluss eines Maklervertrags ist dann beispielsweise eine E-Mail. Auf diese Weise können Unklarheiten über in der Praxis häufig strittige Fragen hinsichtlich des Inhalts eines Maklervertrags vermieden werden. Das Gesetz wird voraussichtlich im Dezember 2020 oder Januar 2021 in Kraft treten.

Bereits heute oft gängige Praxis

Eine Provisionsteilung ist bei uns in NRW bei den meisten seriösen Maklern bereits heute gang und gäbe. So wird es auch seit langer bei uns gehandhabt. In soweit stellt das Gesetz keine gravierende Veränderung unserer Tätigkeit dar, allerdings erfordert das neue Gesetz neue Doukmentationspflichten, die einen erheblichen Mehraufwand für die Makler bedeuten.

Berlin als Versuchslabor: Wie staatliche Regulierung den Wohnungsmarkt beeinflusst

Die ganze Welt schaut auf Berlin. Die geschichtsträchtige Hauptstadt boomt, ist Trendsetter und zieht viele Menschen an. Das ist Segen und Fluch zugleich, denn der starke Zuzug macht das Wohnen teuer. Das wiederum ruft die Politik auf den Plan. Zu den außergewöhnlichen Maßnahmen gehört der umstrittene Mietendeckel, für den jetzt erste Erkenntnisse vorliegen.

Was ist das Besondere am Berliner Wohnungsmarkt?

Im Februar dieses Jahres hat das Berliner Abgeordnetenhaus den Mietendeckel beschlossen. Die Mieten in der Hauptstadt sind für die nächsten fünf Jahre auf den Stand vom 18. Juni 2019 eingefroren. Das Internetportal ImmoScout24 hat daraufhin seine Immobilienangebote in Berlin analysiert. Danach werden seit Anfang Juli 2019 verstärkt Eigentumswohnungen zum Kauf angeboten, während das Angebot von Mietwohnungen gleichzeitig sinkt.

Welche Auswirkungen hat die Regelung auf die Mietpreise?

Im Vergleich zu allen anderen deutschen Großstädten hat der Mietendeckel dazu geführt, dass die Mietpreise in Berlin weitgehend stabil blieben und in einigen Bezirken sogar leicht sanken – von durchschnittlich 12,90 Euro im Mai 2019 auf 12,66 Euro pro Quadratmeter im Juni 2020. Neubau-Mieten mit Baujahren nach 2014 sind von Mai 2019 bis Mai 2020 um 7,5 Prozent gestiegen – von durchschnittlich 16,92 Euro auf 18,19 Euro pro Quadratmeter.

Wird es jetzt leichter eine Mietwohnung in Berlin zu finden?

Der Mietendeckel hat die Berliner Mietpreise zwar um zwei Prozent gedrückt, macht es jedoch gleichzeitig schwerer als je zuvor, eine Mietwohnung zu finden. Das Gesamtangebot an Mietwohnungen verringerte sich um 28 Prozent, das Angebot von Mietwohnungen, die vor 2014 gebaut wurden, sogar um 44 Prozent. Neubaumietwohnungen verzeichneten dagegen ein um 18 Prozent größeres Angebot. Neun von zehn angebotenen Berliner Mietwohnungen liegen immer noch über den festgelegten Höchstgrenzen.

Die Entwicklung bei Eigentumswohnungen verläuft anders: Innerhalb eines Jahres stieg das Gesamtangebot an Eigentumswohnungen um 20 Prozent, das Angebot mit Baujahren vor 2014 sogar um 37 Prozent

Neue Regeln: Verkauf und Vermietung von Immobilien unter den Bedingungen der Coronakrise

(Foto: © Master Tux, Pixabay)

„Wenn wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, dann ist es nötig, dass sich alles verändert.“

Giuseppe Tomasi di Lampedusa

Dieses Zitat passt in diese vom Corona-Virus geprägte Zeit. Wir wollen weiterhin in Wohlstand und Sicherheit leben. Um das zu erreichen, müssen wir unsere Gewohnheiten ändern – auch beim Verkauf und der Vermietung von Immobilien.

Das Leben geht ungeachtet aller bedrohlich wirkenden Szenarien weiter. Ein Umzug steht an, die Wohnung muss verkauft oder vermietet werden, die Anschlussfinanzierung ist fällig. Viele Immobilienangelegenheiten dulden keinen Aufschub.

In Zeiten der Krise beherrschen politische Maßnahmen alle Handlungen. Zum Wohle der Bevölkerung werden Gesetze kurzfristig geändert oder neu eingeführt. Das „Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie“ schränkt beispielsweise das Kündigungsrecht der Vermieter ein. Neue Regeln sollen Schutz bieten und die öffentliche Ordnung gewährleisten.

Noch einschneidender für den Alltag im Berufs- und Privatleben ist das allgemeine Kontakt- bzw. Versammlungsverbot. Einige Geschäfte können jedoch nicht aufgeschoben werden. Die Verantwortlichen in allen Branchen machen sich daher Gedanken darüber, wie man sie trotz aller Einschränkungen durch Corona durchführen kann.

Bei Immobilienverkäufen und auch bei der Vermietung gibt es kaum Probleme, wenn die Wohnung oder das Haus bereits leer ist. Ist die Immobilie jedoch bewohnt, sieht das anders aus. Besichtigungen sollen am besten gar nicht oder nur unter strenger Beachtung der vorgegebenen Maßnahmen durchgeführt werden. Je nach Bundesland sind Einzelbesichtigungen möglich. Während der Besichtigung sollte man auf Händeschütteln verzichten, die Nies- und Hustenetikette beachten, einen Abstand von rund zwei Metern zueinander halten und das Berühren von Gegenständen vermeiden. Dokumente kann man digital austauschen, virtuelle Besichtigungen per Video oder 360-Grad-Rundgänge gewinnen an Bedeutung.

Mehr als die Hälfte der Mieter wären gern Eigentümer

Große Differenzen zwischen Stadt und Land

Mietwohnungen
Bild von Karsten Paulick auf Pixabay

Die Wohneigentumsquote würde fast 75 Prozent – und nicht 47 Prozent – betragen, wenn alle Immobilieneigentum erwerben könnten, die das wollen. Deutschland ist mit allen Nachteilen, die das mit sich bringt, eine Mieternation wider Willen.

Die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, des Meinungsforschungsinstitut YouGov Deutschland im Auftrag des Immobilienverbandes Deutschland (IVD) besagen:

  • 54 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, kein Wohneigentum zu besitzen.
  • 51 Prozent der Nicht-Eigentümer erklärten, Wohneigentum besitzen zu wollen.
  • 19 Prozent wollen jetzt oder in Zukunft Wohneigentum erwerben.
  • 32 Prozent würden zwar gerne Wohneigentum erwerben, halten ihren Wunsch aber nicht für umsetzbar.

Welche Gründe sprechen bei den Befragten dafür, Wohneigentum zu erwerben?

  1. Altersvorsorge (55 Prozent).
  2. Unabhängigkeit vom Vermieter (48 Prozent)
  3. Unabhängigkeit von der Mietpreisentwicklung (44 Prozent).
  4. Sichere Kapitalanlage (43 Prozent)
  5. Erfüllung eines Lebenstraums (42 Prozent)

Welche Hürden stehen einem Erwerb entgegen?

Als größte Hürden, die dem Eigentumserwerb entgegenstehen, nannten über zwei Drittel (68 Prozent) der befragten Nicht-Eigentümer mit Eigentumswunsch fehlendes Eigenkapital. 18 Prozent gaben an, dass die Wohnungspolitik in Deutschland die Bildung von Wohneigentum unattraktiv mache.

Wie kann die Eigentumsquote verbessert werden?

Das geplante KfW-Bürgschaftsprogramm und ein Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer würden den Bedürfnissen der Bürger entgegenkommen. Die Immobilieneigentumsquote ist umso niedriger, je geringer das Haushaltseinkommen ist.

Bei Einkommen von 2.000 bis 6.000 Euro netto im Monat liegt sie bei 55 Prozent, bei Einkommen unter 2.000 Euro dagegen nur bei 28 Prozent. Eine Angleichung wäre auch unter sozialen Gesichtspunkten wünschenswert.

Wie sind die Zahlen im Hochsauerlandkreis

Im Hochsauerlandkreis liegt die Eigentumsquote bei rund 53 %, also deutlich über dem Bundesschnitt und noch deutlicher über dem Landesschnitt NRW von rund 40 %. Die eher ländliche Struktur und die gesunde Wirtschaft in der Region sowie die erschwinglichen Immobilienpreise sind sicherlich Faktoren für die positive Eigentumsquoute.

Aber auch hier gilt: Steigerungspotenzial ist vorhanden.


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