Welche Folgen hat die expansive Geldpolitik für Immobilieneigentümer?

EZB - europäische Zentralbank
Die europäische Zentralbank
(Foto: © mailgk1, Pixabay)

Was hat sich in den letzten acht Jahren getan?

Die seit langem gleichlautenden Meldungen zu den niedrigen Zinsen bedeuten nicht, dass nichts geschieht. Auch das immer Gleiche hat eine Wirkung. Diese zeigt sich in einer beispiellosen Preisentwicklung von Immobilien und in der veränderten Einstellung zum Geld.

Das vergangene Jahrzehnt hat Spuren hinterlassen. Sparer wissen jetzt, dass es auf sie nicht ankommt, stattdessen erscheinen Schulden als Vorteil. Wie das zusammenpassen soll mit einem umweltverträglichen Umgang von Ressourcen und Energie bleibt undeutlich.

Welche weitreichenden Auswirkungen hat die Nullzinspolitik?

Tatsächlich kann diese Politik nicht ewig funktionieren: Die EZB hat im Falle einer Rezession kaum noch Handlungsspielraum. Der Leitzins liegt seit vier Jahren bei null Prozent, der „Strafzins“ für Banken seit mehreren Monaten bei minus 0,5 Prozent. Die Zentralbank hält Staatsanleihen und weitere Wertpapiere im Volumen von fast drei Billionen Euro. Die neue Präsidentin der EZB, Christine Lagarde, sieht die negativen Langzeitfolgen und erhöht den Druck auf die Politik. Die Regierungen sollen endlich mit konsequenten Reformen in die Zukunftsfähigkeit beginnen.

Die geopolitischen Einflüsse werden keine wesentlichen Änderungen bewirken, da sind sich die Analysten sicher. Bereits seit Ende Januar sinken sowohl die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe als auch die Bauzinsen. Der Bestzins für ein Darlehen mit zehn Jahren Zinsbindung liegt Ende Februar bei 0,51 Prozent und ist damit dem absoluten Tiefstand (0,42 Prozent) nahe gekommen. Die Baufinanzierungsexperten der Volksbank Sauerland gehen nicht davon aus, dass sich die Bauzinsen in den kommenden Monaten viel bewegen werden.

Was bedeutet das für Immobilieninteressenten?

Immobilien sind weiterhin gefragt und teurer. Ob sich jetzt noch Investitionen im Hochpreissegment lohnen, ist indes nicht eindeutig zu sagen. Private Käufer sollten ihre persönliche Belastungsgrenze kennen und einhalten. Wichtig ist zu dieser Zeit, dass auch die Zeit nach dem Zinsablauf bereits jetzt geplant wird. Mittlerweile gibt es zahlreiche Zinssicherungsinstrumente, um einen Zinsanstieg in 10 oder 15 Jahren abzufedern.

Welche Zinsfestschreibung sollte ich für ein Darlehn wählen?

Pauschal lässt sich diese Frage selbstverständlich nicht beantworten, da jedes Finanzierungsvorhaben individuell betrachtet werden muss. Natürlich sind die Konditionen bei kurzfristigen Zinsfestschreibungen deutlich günstiger, als bei längeren Laufzeiten, aber die Sicherheit, die eine längere Laufzeit bietet ist auch ein wichtiger Aspekt. Die Volksbank Sauerland bietet mit den starken Finanzpartnern auch Laufzeiten bis zu 30 Jahren an, damit sich Immobilieneigentümer und Erwerber die derzeit historisch niedrigen Zinsen auf lange Zeit sichern können. Und falls sich doch etwas an der persönliche Situation ändert, kann man als Darlehnsnehmer nach 10 Jahren den Vertrag einseitig kündigen oder Sonderzahlungen leisten.


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